Hörmittelzentrale Nordwestschweiz AG
Hörmittelzentrale Nordwestschweiz AG

Alles über Hörgeräte

Brauche ich auch ein Hörgerät? Welches passt zu mir? Und wie viel bezahle ich dafür?

Wann brauche ich ein Hörgerät?

Hören verbindet uns mit Menschen. Mit Familie, Freunden, Kollegen. Wenn das Hören schlechter wird, wird Kommunikation anstrengend. Gespräche in Gruppen? Schwierig. Fernsehen? Zu laut für andere. Telefonate? Stressig.

Das Problem: Hörverlust entsteht schleichend. Oft merken es andere zuerst.

Die Folgen

  • Sie ziehen sich zurück (weil Gespräche anstrengend sind)
  • Ihr Gehirn verlernt das Verstehen (je länger Sie warten, desto schwieriger wird's)
  • Lebensqualität leidet (Beruf, Hobbys, Familie)

Die gute Nachricht

Hörgeräte helfen. Sie verstärken nicht nur Sprache – sie filtern Störgeräusche, verbinden sich mit Ihrem Handy und passen sich automatisch an Ihre Umgebung an.

Wichtig zu wissen

Hören ist Gehirnsache. Ihre Ohren nehmen Schall auf, aber Ihr Gehirn versteht Sprache. Ein Hörgerät unterstützt diesen Prozess – aber es braucht Zeit, sich daran zu gewöhnen. Je früher Sie anfangen, desto einfacher wird's.

Fazit

Ein Hörgerät ist kein Produkt von der Stange. Es ist ein Werkzeug, das Sie und Ihr Gehirn gemeinsam nutzen lernen. Und wir begleiten Sie dabei.

Welches Hörgerät passt zu mir?

Hörgeräte gibt es in verschiedenen Bauformen. Welche zu Ihnen passt, hängt ab von: Ihrem Hörverlust, der Form Ihres Ohres und Ihren Prioritäten (Unsichtbarkeit? Akkulaufzeit? Technik?).

Das Gerät sitzt hinter dem Ohr. Ein dünnes Kabel führt zum Lautsprecher im Gehörgang. Das ist die häufigste Bauform – klein, unauffällig, funktioniert bei fast jedem Hörverlust.

Was Sie wissen sollten

  • Klein und von der Seite kaum sichtbar
  • Akku hält einen ganzen Tag
  • Bluetooth für Telefonate und Musik
  • Guter Klang (Lautsprecher sitzt nah am Trommelfell)

Der Nachteil

  • Filter muss regelmässig gewechselt werden (zeigen wir Ihnen, dauert 10 Sekunden)
  • Kann mit Brille oder Maske stören (meist aber kein Problem)

Passt zu Ihnen, wenn Sie unauffällige Technik wollen, Bluetooth brauchen oder mittleren bis starken Hörverlust haben.

Das Gerät sitzt komplett im Ohr oder Gehörgang. Von aussen wenig bis gar nicht sichtbar.

Was Sie wissen sollten

  • Sehr diskret bis unsichtbar
  • Kein Teil hinter dem Ohr (praktisch mit Brille)
  • Guter Halt beim Sport
  • Ihr Ohr sammelt den Schall natürlich

Der Nachteil

  • Nicht für starken Hörverlust geeignet
  • Kleinere Batterie = kürzere Laufzeit
  • Kann schneller verschmutzen (Ohrenschmalz)
  • Braucht etwas Fingerfertigkeit

Die Grössen

ITE: Füllt die ganze Ohrmuschel. Am grössten, einfachste Bedienung.
ITC: Sitzt teilweise im Gehörgang. Kompromiss aus Grösse und Diskretion.
CIC: Sitzt tief im Gehörgang. Von der Seite kaum zu sehen.
IIC: Komplett im Gehörgang. Von aussen unsichtbar. Nur für leichten bis mittleren Hörverlust.

Passt zu Ihnen, wenn Unsichtbarkeit wichtig ist, Sie leichten bis mittleren Hörverlust haben und mit kleinen Geräten zurechtkommen.

Das Gerät sitzt hinter dem Ohr. Ein Schlauch führt zum Ohrpassstück. Wann es zum Einsatz kommt: Meist bei starkem Hörverlust oder wenn Ihr Gehörgang nicht für andere Bauformen geeignet ist.

Was Sie wissen sollten

  • Funktioniert bei fast jedem Hörverlust (auch sehr stark)
  • Einfacher zu bedienen (grössere Knöpfe)
  • Robuster
  • Längere Akkulaufzeit

Der Nachteil

  • Auffälliger als RIC oder IdO
  • Klang kann weniger natürlich sein

Passt zu Ihnen, wenn Sie starken Hörverlust haben, einfache Bedienung brauchen oder Probleme mit kleinen Geräten haben.

CROS/Bi-CROS – Für einseitige Taubheit

Wenn ein Ohr taub ist, überträgt das System den Schall von der tauben Seite aufs bessere Ohr.

  • Vorteil: Sie sind wieder von beiden Seiten ansprechbar.
  • Nachteil: Räumliches Hören bleibt eingeschränkt.

Knochenleitungs-Hörgeräte (BAHA)

Bei Mittelohr-Problemen oder wenn der Gehörgang blockiert ist. Der Schall wird über den Knochen geleitet.

  • Braucht: Operation (Implantat)
  • Für: Spezielle Fälle (besprechen wir mit Ihrem HNO-Arzt)

Cochlea-Implantat (CI)

Bei sehr starkem Hörverlust, wenn normale Hörgeräte nicht mehr helfen. Stimuliert den Hörnerv direkt.

  • Zuständig: HNO-Kliniken

Welche Bauform
ist für Sie richtig?

Das hängt ab von:

  • Ihrem Hörverlust: Leicht bis mittel → freie Wahl. Stark → meist RIC oder BTE.
  • Ihrer Anatomie: Manche Gehörgänge sind zu eng für IdO.
  • Ihren Prioritäten: Unsichtbar? Akkulaufzeit? Technik? Einfache Bedienung?
  • Ihren Gewohnheiten: Brille? Sport? Viel telefonieren?

Unser Tipp

Probieren Sie aus. Wir empfehlen Ihnen die passende Bauform, aber am Ende entscheiden Sie, womit Sie sich wohlfühlen. Deshalb können Sie bei uns 30 Tage lang verschiedene Geräte testen – kostenlos, unverbindlich.

Technologiestufen & Hörgerätepreise

Was bestimmt den Preis?

Hörgeräte kosten zwischen CHF 650 und CHF 3'750 (exkl. Anpassung). Der Unterschied liegt in der Technik – und die hängt davon ab, wie komplex Ihr Alltag ist.

Die 4 Hauptunterschiede – Was macht den Hörgerätepreis?

Bei der Anpassung arbeiten wir mit einer Zielkurve – der idealen Verstärkung für Ihren Hörverlust. Je mehr Kanäle, desto präziser treffen wir diese Kurve.

  • 6-8 Kanäle: Grobe Einstellung
  • 12-16 Kanäle: Feine Anpassung
  • 20+ Kanäle: Sehr präzise

Resultat: Natürlicherer Klang, weil jede Frequenz exakt die Verstärkung bekommt, die Sie brauchen.

Wie gut passt sich das Gerät automatisch an die akustische Umgebung an?

  • Basis: 2-3 Programme. Manuelles Umschalten. Musik wird nicht erkannt.
  • Mittel: 4-6 Situationen (Ruhe, Lärm, Sprache, Musik, Auto)
  • Premium: 10+ Situationen. Erkennt alles automatisch

Wann wichtig: Viel unterwegs, Musik hören, kein ständiges Knöpfedrücken.

Wie gut kann Sprache im Lärm hervorgehoben werden?

  • Basis: Einfache Reduzierung. Sprache bleibt manchmal undeutlich
  • Mittel: Gute Filter. Funktioniert in moderatem Lärm
  • Premium: KI-gestützt. Funktioniert auch in sehr lauten Umgebungen

Wann wichtig: Restaurants, Cafés, Meetings, Gruppen.

Wie gut fokussiert das Gerät auf einzelne Sprecher?

  • Basis: Einfaches Richtmikrofon nach vorne
  • Mittel: Adaptive Mikrofone. Folgen der Sprache
  • Premium: Beamforming. Zoomt präzise auf Sprecher

Wann wichtig: Sitzungen, Familienfeiern, Gruppen.

Unsere Preisstufen

Basis
ab CHF 650

Alltag: Hauptsächlich zu Hause, ruhige Umgebungen, 1:1-Gespräche

Technik: 6-8 Kanäle, einfache Störschall-Reduzierung, manuelles Umschalten

Grenzen: Laute Umgebungen, Gruppen, automatische Musikerkennung

Komfort
ab CHF 1'800

Alltag: Aktiv, Restaurant, Arbeit, TV/Handy nutzen, Musik hören

Technik: 12-16 Kanäle, gute Automatik (4-6 Situationen inkl. Musik), Bluetooth, meist Akku

Passt für: Die meisten Menschen – bester Kompromiss Preis/Leistung

Standard
ab CHF 2'400

Alltag: Beruflich aktiv, häufig in wechselnden Umgebungen

Technik: 16-20 Kanäle, erweiterte Automatik, bessere Störschall-Unterdrückung

Passt für: Höhere Ansprüche an Klang und Detailgrad ohne High-End- und Premium-Funktionen

Premium
ab CHF 3'200

Alltag: Sehr aktiv, viele Meetings, höchste Ansprüche

Technik: 20+ Kanäle, KI-gestützte Automatik (10+ Situationen), präzises Beamforming, alle Features

Passt für: Beruflich auf optimales Verstehen angewiesen oder keine Kompromisse bei Klang

Zusatzfeatures

  • Akku: Laden statt Batteriewechsel (ab Komfort)
  • Bluetooth: Handy, TV, Musik (ab Komfort)
  • Auracast: Öffentliche Audiosysteme (ab Komfort, herstellerabhängig)
  • KI: Lernt Ihre Vorlieben. Hilft, sich besser an die Umgebung anzupassen. (ab Komfort, herstellerabhängig)

Kostenübernahme

IV (noch berufstätig)
CHF 840 (1 Ohr) / CHF 1'650 (2 Ohren) – alle 6 Jahre

AHV (pensioniert)
CHF 630 (1 Ohr) / CHF 1'237.50 (2 Ohren) – alle 5 Jahre

SUVA/MV (Arbeitsunfall)

  • Standard: CHF 425 (1 Ohr) / CHF 850 (2 Ohren)
  • Komplex: CHF 695 (1 Ohr) / CHF 1'390 (2 Ohren)

Wichtig: Diese Pauschalen decken in der Regel nur einen Teil der Kosten. Die Differenz zum Gerätepreis plus Anpassungskosten zahlen Sie selbst. In Härtefällen ist eine höhere Kostenübernahme möglich.

Wir helfen Ihnen beim Ausfüllen der Formulare und bei der Anmeldung bei IV-Stelle/AHV und begleiten Sie bei einem Härtefall durch das gesamte Verfahren.

30 Tage testen

  1. Höranalyse + Bedarfserfassung
  2. Wir empfehlen Ihnen passende Geräte
  3. Sie testen eines davon im Alltag
  4. Sie entscheiden, ob dies zu Ihnen passt

Kostenlos. Unverbindlich.

Mann setzt einer lachenden älteren Frau am Tisch das Hörgerät ein

Schützen Sie Ihr Gehör und reagieren Sie rechtzeitig,

bevor es zu spät ist.

Lärm schädigt Ihr Gehör dauerhaft. Einmal weg, kommt das Gehör nicht zurück.

Ob Konzert, Werkstatt, Schiessstand oder einfach nur zum Schlafen – wir fertigen Gehörschutz, der perfekt zu Ihren Ohren passt. Massangefertigt aus einem Abdruck Ihres Gehörgangs.

Sie haben Fragen?

Gerne beraten wir Sie unverbindlich von jeder Filiale aus.

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Stadthausgasse 15
CH - 4051 Basel
Telefon +41 61 269 89 89
basel@hz-hoeren.ch

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