Persönlich angepasst. Langfristig begleitet.
Ein Hörgerät ist keine Brille. Eine Brille setzen Sie auf und sehen scharf. Beim Hören muss sich erst Ihr Gehirn wieder an Klänge gewöhnen. Jedes Ohr ist anders. Jeder Hörverlust ist anders. Jeder Alltag ist anders.
Gutes Hören entsteht im Zusammenspiel: Unsere Anpassung liefert Ihrem Gehirn die richtigen Signale, verarbeiten und dazulernen muss es selbst. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Darum sind Sie bei uns Teil des Prozesses: Sie tragen das Gerät täglich, wir messen, was bei Ihnen ankommt, und Sie sagen uns, wie es sich anhört. Gemeinsam justieren wir nach und sagen Ihnen offen, was möglich ist und wo die Grenzen liegen.
Damit das nicht dem Zufall überlassen bleibt, arbeiten wir nach einem festen Ablauf in 6 Schritten: Vom ersten Hörtest bis zur langfristigen Nachsorge. Transparent, ohne Verkaufsdruck, mit Zeit.
Was wir machen:
Wir vermessen Ihr Gehör. Tonaudiometrie (wie beim kostenlosen Hörtest), aber ausführlicher. Wir schauen, wo genau Ihr Hörverlust liegt – in welchen Frequenzen, wie stark, ob beide Ohren gleich betroffen sind.
Warum das wichtig ist:
Diese Messungen sind die Basis für alles Weitere. Ohne exakte Daten kann kein Hörgerät richtig eingestellt werden.
Jetzt wird's persönlich.
Wir hören zu. Keine vorgefertigten Fragen, sondern echtes Interesse:
Warum das wichtig ist:
Zwei Menschen mit dem gleichen Audiogramm brauchen oft völlig unterschiedliche Hörgeräte. Ein Musiker hat andere Anforderungen als ein Rentner. Ein Handwerker andere als ein Büroangestellter.
Wir zeigen Ihnen, was zu Ihnen passt.
Basierend auf Ihren Messwerten und Ihren Bedürfnissen schlagen wir Ihnen Hörgeräte vor – unterschiedliche Bauformen, unterschiedliche Technologiestufen, unterschiedliche Preise.
a) Hörgerät auswählen
Bauformen:
Technologiestufen:
Mehr zu Preisen und Technikstufen
Was wir Ihnen zeigen:
Unterschiede konkret. Nicht: "Premium ist besser." Sondern: "Premium hat 24 Kanäle statt 12 – das bedeutet: Im Restaurant können Sie..."
Was wir NICHT machen:
Ihnen das teuerste Gerät aufschwatzen. Wenn ein Basisgerät für Ihren Alltag reicht, sagen wir das.
b) Otoplastik / Zubehör wählen
Falls HdO oder RIC:
Brauchen Sie eine Mass-Otoplastik (individuell aus Silikon, passt perfekt, hält jahrelang) oder reicht ein Standard-Schirmchen (günstig, schnell, aber weniger Halt)?
Falls IdO:
Wir nehmen einen Abdruck Ihres Ohrs. Aus diesem Abdruck wird Ihr massgeschneidertes Hörgerät gefertigt.
Zubehör:
Je nach Bedarf: TV-Streamer, Fernbedienung, Trockenbox, Akkus oder Batterien.
c) Kostenübernahme klären
Wir prüfen, ob Sie Anspruch auf Beiträge von AHV, IV, SUVA oder Militärversicherung haben.
Falls ja:
Wir übernehmen die Anmeldung beim Kostenträger, überweisen Sie zum HNO-Arzt (der die Expertise ausstellen muss) und begleiten den ganzen Prozess.
Jetzt wird's technisch – aber Sie merken davon nichts.
a) Grundeinstellung
Ihre Hörkurve wird ins Hörgerät programmiert. Dabei berücksichtigen wir auch Ihr Alter, Geschlecht und ob Sie bereits Hörgeräte-Erfahrung haben.
b) In-Situ-Messung (Real Ear Measurement)
Wir legen Ihnen ein winziges Mikrofon in den Gehörgang. Es misst, wie laut der Schall tatsächlich bei Ihrem Trommelfell ankommt – mit und ohne Hörgerät.
Warum? Weil jeder Gehörgang anders ist. Was der Computer berechnet, stimmt nicht immer mit der Realität überein. Diese Messung sorgt dafür, dass die Verstärkung passt.
c) Feinabstimmung
Jetzt testen Sie. Wir spielen Sprache ab, Sie sagen, wie es klingt. Zu laut? Zu blechern? Angenehm?
Wir justieren nach – Höhen runter, Bässe hoch, Kompression anpassen, Lautheit an Ihr Empfinden angleichen.
d) Bedienung üben
Sie lernen:
30 Tage im Alltag testen. Kostenlos. Unverbindlich.
Sie nehmen das Hörgerät mit nach Hause. Tragen Sie es überall: Restaurant, Telefon, Fernsehen, Spaziergänge, Arbeit.
Was Sie merken werden
Anpassungstermine während des Probetragens
Wir sehen uns regelmässig. Sie berichten von Ihren Erfahrungen, wir justieren nach.
Validierung: Haben wir das Ziel erreicht?
Viele Akustiker hören hier auf. Wir nicht.
Nach der Eingewöhnungsphase prüfen wir, ob das Hörgerät tatsächlich bringt, was es soll. Das machen wir mit wissenschaftlich validierten Methoden:
a) Sprachtest in Ruhe
Wir spielen Ihnen Wörter und Sätze vor – einmal ohne Hörgerät, einmal mit.
Ergebnis: Prozentsatz, wie viel Sie verstehen. Ziel: deutliche Verbesserung mit Hörgerät.
b) Sprachtest im Störschall
Realität ist nicht leise. Wir testen, wie gut Sie Sprache verstehen, wenn gleichzeitig Hintergrundlärm läuft (wie im Restaurant).
Wichtig: Das funktioniert nur, wenn Ihr Hörverlust es überhaupt zulässt. Manche Schädigungen sind so stark, dass auch das beste Hörgerät im Störschall an Grenzen stösst. Dann sprechen wir ehrlich darüber.
c) Fragebögen
Wir erfassen, wie Sie Ihr Hören im Alltag wahrnehmen – in verschiedenen Situationen (Ruhe, Lärm, nachhallende Räume). Was wollten Sie verbessern? Hat's funktioniert?
Warum das wichtig ist: Messungen sagen eine Sache. Ihre Wahrnehmung im Alltag eine andere. Beides muss stimmen.
Falls die Validierung zeigt, dass es nicht passt
Wir justieren nach. Oder probieren ein anderes Gerät. Oder – falls gar nichts hilft – brechen wir ab. Ohne Kosten für Sie.
Eine Hörgeräteanpassung endet nicht mit dem Kauf.
Was wir machen
a) Regelmässige Service-Wartungen
b) Jährliche Nachsorgetermine
Ihr Gehör verändert sich. Wir messen nach, passen die Einstellung an.
c) Optimierungswünsche
Sie gewöhnen sich ans Hörgerät – und merken plötzlich: "Im Zug ist es zu laut" oder "Beim Spazieren höre ich den Wind zu stark."
Kein Problem. Kommen Sie vorbei, wir passen an.
d) Reparaturen
Falls mal was kaputtgeht (Mikrofon, Lautsprecher, Gehäuse): Wir kümmern uns drum. Entweder vor Ort oder beim Hersteller. Dauert die Reparatur länger, überbrücken wir die Zeit nach Möglichkeit mit einem Ersatzgerät.
Viele unserer Kunden haben Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Wir helfen Ihnen bei jedem Schritt.
Anhand Ihres Hörtests und Ihrer Situation (Alter, Berufstätigkeit, Hörverlust) prüfen wir, welcher Kostenträger zuständig ist.
Der Kostenträger braucht eine ärztliche Expertise. Wir nennen Ihnen HNO-Praxen, die wir kennen – oder Sie gehen zu Ihrem Hausarzt.
Er bestätigt Ihren Hörverlust und reicht die Unterlagen beim Kostenträger ein.
Nach einigen Wochen erhalten Sie die Gutsprache per Post.
Bei AHV/IV: Sie zahlen bei uns den vollen Preis und erhalten die Pauschale zurück, oder wir rechnen auf Wunsch direkt mit dem Kostenträger ab und Sie zahlen nur die Differenz.
Bei SUVA/MV: Wir rechnen direkt mit dem Kostenträger ab. Sie zahlen nur die Differenz.
| Kostenträger | Einseitig (monaural) | Beidseitig (binaural) | Alle X Jahre |
| IV (unter 65, berufstätig) | CHF 840 | CHF 1'650 | 6 |
| AHV (Rentner) | CHF 630 | CHF 1'237.50 | 5 |
| SUVA (Standard) | CHF 1'397.75 | CHF 2'183.60 | 6 |
| SUVA (komplex) | CHF 2'016.05 | CHF 3'212.75 | 6 |
| Kostenträger | Einseitig (monaural) | Beidseitig (binaural) | Alle X Jahre |
| IV (unter 65, berufstätig) | CHF 840 | CHF 1'650 | 6 |
| AHV (Rentner) | CHF 630 | CHF 1'237.50 | 5 |
| SUVA (Standard) | CHF 1293 | CHF 2020 | 6 |
| SUVA (Komplex) | CHF 1865 | CHF 2972 | 6 |
Einseitig (monaural)
CHF 840
Beidseitig (binaural)
CHF 1'650
Alle 6 Jahre
Einseitig (monaural)
CHF 630
Beidseitig (binaural)
CHF 1'237.50
Alle 5 Jahre
Einseitig (monaural)
CHF 1'397.75
Beidseitig (binaural)
CHF 2'183.60
Alle 6 Jahre
Einseitig (monaural)
CHF 2'016.05
Beidseitig (binaural)
CHF 3'212.75
Alle 6 Jahre
Bei sehr starkem Hörverlust und beruflicher Notwendigkeit kann zusätzlich zur IV-Pauschale ein Härtefallantrag gestellt werden. Die IV übernimmt dann die Differenz zwischen Pauschale und tatsächlichem Preis.
Wir begleiten Sie durch diesen Prozess.
Vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin – unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.
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