Hörmittelzentrale Nordwestschweiz AG
Hörmittelzentrale Nordwestschweiz AG

Hörgeräte-Anpassung

Persönlich angepasst. Langfristig begleitet.

Ihr Weg zur passenden Hörlösung

Ein Hörgerät ist keine Brille. Eine Brille setzen Sie auf und sehen scharf. Beim Hören muss sich erst Ihr Gehirn wieder an Klänge gewöhnen. Jedes Ohr ist anders. Jeder Hörverlust ist anders. Jeder Alltag ist anders.

Gutes Hören entsteht im Zusammenspiel: Unsere Anpassung liefert Ihrem Gehirn die richtigen Signale, verarbeiten und dazulernen muss es selbst. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Darum sind Sie bei uns Teil des Prozesses: Sie tragen das Gerät täglich, wir messen, was bei Ihnen ankommt, und Sie sagen uns, wie es sich anhört. Gemeinsam justieren wir nach und sagen Ihnen offen, was möglich ist und wo die Grenzen liegen.

Damit das nicht dem Zufall überlassen bleibt, arbeiten wir nach einem festen Ablauf in 6 Schritten: Vom ersten Hörtest bis zur langfristigen Nachsorge. Transparent, ohne Verkaufsdruck, mit Zeit.

Die 6 Schritte im Detail

Was wir machen:

Wir vermessen Ihr Gehör. Tonaudiometrie (wie beim kostenlosen Hörtest), aber ausführlicher. Wir schauen, wo genau Ihr Hörverlust liegt – in welchen Frequenzen, wie stark, ob beide Ohren gleich betroffen sind.

Warum das wichtig ist:
Diese Messungen sind die Basis für alles Weitere. Ohne exakte Daten kann kein Hörgerät richtig eingestellt werden.

Jetzt wird's persönlich.
Wir hören zu. Keine vorgefertigten Fragen, sondern echtes Interesse:

  • Wo fällt Ihnen das Hören schwer? (Restaurant, Telefon, Fernsehen, Gruppengespräche?)
  • Was ist Ihnen wichtig? (Unauffälligkeit, einfache Bedienung, Konnektivität fürs Handy?)
  • Wie sieht Ihr Alltag aus? (Beruf, Hobbys, soziale Kontakte?)
  • Wie ist Ihr Ohr beschaffen? (Enger Gehörgang? Viel Ohrenschmalz? Empfindliche Haut?)
  • Gibt es körperliche Einschränkungen? (Zittern, Arthrose, Sehschwäche – alles beeinflusst die Wahl des Geräts)

Warum das wichtig ist:
Zwei Menschen mit dem gleichen Audiogramm brauchen oft völlig unterschiedliche Hörgeräte. Ein Musiker hat andere Anforderungen als ein Rentner. Ein Handwerker andere als ein Büroangestellter.

Wir zeigen Ihnen, was zu Ihnen passt.

Basierend auf Ihren Messwerten und Ihren Bedürfnissen schlagen wir Ihnen Hörgeräte vor – unterschiedliche Bauformen, unterschiedliche Technologiestufen, unterschiedliche Preise.

a) Hörgerät auswählen

Bauformen:

  • Hinter-dem-Ohr (HdO): Robuster, einfacher zu bedienen
  • Im-Ohr (IdO): Unauffälliger, direkt im Gehörgang
  • RIC (Receiver-in-Canal): Hörer im Ohr, Rest hinter dem Ohr – beliebt wegen Klangqualität

Technologiestufen:

  • Basis: Funktioniert gut in ruhigen Umgebungen
  • Komfort: Bessere Störgeräuschunterdrückung, automatische Programmwahl
  • Premium: Hochleistung für komplexe Hörsituationen (Grossraumbüro, Konzerte, Restaurants)

Mehr zu Preisen und Technikstufen

Was wir Ihnen zeigen:
Unterschiede konkret. Nicht: "Premium ist besser." Sondern: "Premium hat 24 Kanäle statt 12 – das bedeutet: Im Restaurant können Sie..."

Was wir NICHT machen:
Ihnen das teuerste Gerät aufschwatzen. Wenn ein Basisgerät für Ihren Alltag reicht, sagen wir das.

b) Otoplastik / Zubehör wählen

Falls HdO oder RIC:
Brauchen Sie eine Mass-Otoplastik (individuell aus Silikon, passt perfekt, hält jahrelang) oder reicht ein Standard-Schirmchen (günstig, schnell, aber weniger Halt)?

Falls IdO:
Wir nehmen einen Abdruck Ihres Ohrs. Aus diesem Abdruck wird Ihr massgeschneidertes Hörgerät gefertigt.

Mehr zu Otoplastiken

Zubehör:
Je nach Bedarf: TV-Streamer, Fernbedienung, Trockenbox, Akkus oder Batterien.

Mehr zu Zubehör

c) Kostenübernahme klären

Wir prüfen, ob Sie Anspruch auf Beiträge von AHV, IV, SUVA oder Militärversicherung haben.

Falls ja:
Wir übernehmen die Anmeldung beim Kostenträger, überweisen Sie zum HNO-Arzt (der die Expertise ausstellen muss) und begleiten den ganzen Prozess.

Mehr zu Kostenträgern

Jetzt wird's technisch – aber Sie merken davon nichts.

a) Grundeinstellung
Ihre Hörkurve wird ins Hörgerät programmiert. Dabei berücksichtigen wir auch Ihr Alter, Geschlecht und ob Sie bereits Hörgeräte-Erfahrung haben.

b) In-Situ-Messung (Real Ear Measurement)
Wir legen Ihnen ein winziges Mikrofon in den Gehörgang. Es misst, wie laut der Schall tatsächlich bei Ihrem Trommelfell ankommt – mit und ohne Hörgerät.

Warum? Weil jeder Gehörgang anders ist. Was der Computer berechnet, stimmt nicht immer mit der Realität überein. Diese Messung sorgt dafür, dass die Verstärkung passt.

c) Feinabstimmung
Jetzt testen Sie. Wir spielen Sprache ab, Sie sagen, wie es klingt. Zu laut? Zu blechern? Angenehm?

Wir justieren nach – Höhen runter, Bässe hoch, Kompression anpassen, Lautheit an Ihr Empfinden angleichen.

d) Bedienung üben
Sie lernen:

  • Hörgerät einsetzen / herausnehmen
  • Ein-/Ausschalten
  • Batterie wechseln (falls nicht wiederaufladbar)
  • Reinigen
  • Ggf. App-Steuerung

30 Tage im Alltag testen. Kostenlos. Unverbindlich.
Sie nehmen das Hörgerät mit nach Hause. Tragen Sie es überall: Restaurant, Telefon, Fernsehen, Spaziergänge, Arbeit.

Was Sie merken werden

  • Erste Wochen: Alles klingt neu, teils überwältigend. Ihr Gehirn muss sich erst daran gewöhnen, wieder mehr zu hören.
  • Nach Eingewöhnung: Sie merken, wo es noch zwickt (zu laut im Auto? Zu leise beim Flüstern?).

Anpassungstermine während des Probetragens
Wir sehen uns regelmässig. Sie berichten von Ihren Erfahrungen, wir justieren nach.

Validierung: Haben wir das Ziel erreicht?
Viele Akustiker hören hier auf. Wir nicht.

Nach der Eingewöhnungsphase prüfen wir, ob das Hörgerät tatsächlich bringt, was es soll. Das machen wir mit wissenschaftlich validierten Methoden:

a) Sprachtest in Ruhe
Wir spielen Ihnen Wörter und Sätze vor – einmal ohne Hörgerät, einmal mit.

Ergebnis: Prozentsatz, wie viel Sie verstehen. Ziel: deutliche Verbesserung mit Hörgerät.

b) Sprachtest im Störschall
Realität ist nicht leise. Wir testen, wie gut Sie Sprache verstehen, wenn gleichzeitig Hintergrundlärm läuft (wie im Restaurant).

Wichtig: Das funktioniert nur, wenn Ihr Hörverlust es überhaupt zulässt. Manche Schädigungen sind so stark, dass auch das beste Hörgerät im Störschall an Grenzen stösst. Dann sprechen wir ehrlich darüber.

c) Fragebögen
Wir erfassen, wie Sie Ihr Hören im Alltag wahrnehmen – in verschiedenen Situationen (Ruhe, Lärm, nachhallende Räume). Was wollten Sie verbessern? Hat's funktioniert?

Warum das wichtig ist: Messungen sagen eine Sache. Ihre Wahrnehmung im Alltag eine andere. Beides muss stimmen.

Falls die Validierung zeigt, dass es nicht passt
Wir justieren nach. Oder probieren ein anderes Gerät. Oder – falls gar nichts hilft – brechen wir ab. Ohne Kosten für Sie.

Eine Hörgeräteanpassung endet nicht mit dem Kauf.

Was wir machen

a) Regelmässige Service-Wartungen

  • Funktionscheck
  • Filter wechseln
  • Updates (wenn neue Funktionen verfügbar sind)

b) Jährliche Nachsorgetermine
Ihr Gehör verändert sich. Wir messen nach, passen die Einstellung an.

c) Optimierungswünsche
Sie gewöhnen sich ans Hörgerät – und merken plötzlich: "Im Zug ist es zu laut" oder "Beim Spazieren höre ich den Wind zu stark."

Kein Problem. Kommen Sie vorbei, wir passen an.

d) Reparaturen
Falls mal was kaputtgeht (Mikrofon, Lautsprecher, Gehäuse): Wir kümmern uns drum. Entweder vor Ort oder beim Hersteller. Dauert die Reparatur länger, überbrücken wir die Zeit nach Möglichkeit mit einem Ersatzgerät.

Anmeldung Kostenträger (AHV/IV/SUVA/MV)

Viele unserer Kunden haben Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Wir helfen Ihnen bei jedem Schritt.

Wir klären Ihren Anspruch

Anhand Ihres Hörtests und Ihrer Situation (Alter, Berufstätigkeit, Hörverlust) prüfen wir, welcher Kostenträger zuständig ist.

Wir überweisen Sie zum HNO-Arzt

Der Kostenträger braucht eine ärztliche Expertise. Wir nennen Ihnen HNO-Praxen, die wir kennen – oder Sie gehen zu Ihrem Hausarzt.

Der HNO-Arzt stellt die Expertise aus

Er bestätigt Ihren Hörverlust und reicht die Unterlagen beim Kostenträger ein.

Sie erhalten die Kostengutsprache

Nach einigen Wochen erhalten Sie die Gutsprache per Post.

Sie kaufen das Hörgerät

Bei AHV/IV: Sie zahlen bei uns den vollen Preis und erhalten die Pauschale zurück, oder wir rechnen auf Wunsch direkt mit dem Kostenträger ab und Sie zahlen nur die Differenz.

Bei SUVA/MV: Wir rechnen direkt mit dem Kostenträger ab. Sie zahlen nur die Differenz.

Höhe der Beiträge

KostenträgerEinseitig (monaural)Beidseitig (binaural)Alle X Jahre
IV (unter 65, berufstätig)CHF 840CHF 1'6506
AHV (Rentner)CHF 630CHF 1'237.505
SUVA (Standard)CHF 1'397.75CHF 2'183.606
SUVA (komplex)CHF 2'016.05CHF 3'212.756
KostenträgerEinseitig (monaural)Beidseitig (binaural)Alle X Jahre
IV (unter 65, berufstätig)CHF 840CHF 1'6506
AHV (Rentner)CHF 630CHF 1'237.505
SUVA (Standard)CHF 1293CHF 20206
SUVA (Komplex)CHF 1865CHF 29726

IV

unter 65,
berufstätig

Einseitig (monaural)
CHF 840

Beidseitig (binaural)
CHF 1'650

Alle 6 Jahre

AHV

Rentner

Einseitig (monaural)
CHF 630

Beidseitig (binaural)
CHF 1'237.50

Alle 5 Jahre

SUVA

standard

Einseitig (monaural)
CHF 1'397.75

Beidseitig (binaural)
CHF 2'183.60

Alle 6 Jahre

SUVA

komplex

Einseitig (monaural)
CHF 2'016.05

Beidseitig (binaural)
CHF 3'212.75

Alle 6 Jahre

Härtefall

Bei sehr starkem Hörverlust und beruflicher Notwendigkeit kann zusätzlich zur IV-Pauschale ein Härtefallantrag gestellt werden. Die IV übernimmt dann die Differenz zwischen Pauschale und tatsächlichem Preis.

Wir begleiten Sie durch diesen Prozess.

Termin vereinbaren

Vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin – unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.

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Basel
Stadthausgasse 15
CH - 4051 Basel
Telefon +41 61 269 89 89
basel@hz-hoeren.ch

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Rathausstrasse 11
CH - 4410 Liestal
Telefon +41 61 903 17 17
liestal@hz-hoeren.ch

Rheinfelden
Kaiserstrasse 7A
CH - 4310 Rheinfelden
Telefon +41 61 831 38 37
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